Nachhaltigkeitsberichterstattung für KMU: Neuer Standard soll ESG-Anfragen vereinfachen
Im Bereich der freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung für KMU gibt es eine wichtige Weiterentwicklung: Der bisherige Nachhaltigkeitsberichtsstandard VSME wurde überarbeitet und heißt jetzt VS.
Ziel bleibt ein schlanker, freiwilliger Nachhaltigkeitsstandard für nicht börsennotierte KMU. Gleichzeitig soll er als einheitlicher Rahmen dienen, um die Vielzahl an ESG-Datenanfragen aus der Lieferkette effizient zu beantworten.
Entscheidend ist dabei nicht die Menge an Daten, sondern deren Relevanz und Vergleichbarkeit
Der neue Entwurf wurde deutlich praxisnäher ausgestaltet: delegierte Verordnung, klarere Struktur und ein stärkerer Fokus auf wesentliche Kennzahlen wie Energieverbrauch, Scope 1 & 2-Emissionen und Arbeitsbedingungen.
Auch der modulare Aufbau wurde geschärft, sodass Unternehmen gezielter entscheiden können, welcher Umfang sinnvoll ist.
Gleichzeitig wurde der VS eng mit dem LSME-Standard verzahnt. Das schafft einen klaren Entwicklungspfad – etwa wenn Unternehmen wachsen oder die Anforderungen seitens Kunden steigen.
Aus unserer Beratungspraxis zeigt sich: Die Herausforderung liegt selten in fehlenden Daten, sondern in der strukturierten und konsistenten Bereitstellung.
Wer hier früh auf einen klaren Rahmen setzt, reduziert langfristig Aufwand und Abstimmungsbedarf.
Der VS bleibt freiwillig – kann aber ein entscheidender Hebel sein, um ESG-Anfragen proaktiv und effizient zu bedienen. Statt individueller Fragebögen entsteht ein einheitlicher, nachvollziehbarer Standard.
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